CASE | Teamgeist erleben – Wie man über Social Media eine Arbeitgebermarke im Krankenhaus erlebbar macht

Teamgeist erleben – Wie man über Social Media eine Arbeitgebermarke im Krankenhaus erlebbar macht

Professionelle Unternehmenskommunikation und Krankenhäuser, das scheint auf den ersten Blick noch keine große Freundschaft zu sein. Personalrekrutierung am Puls der Zeit, online oder gar in Social Media, auch das ist in deutschen Kliniken noch lange nicht flächendeckend angekommen. Auch Employer Branding ist noch überhaupt nicht auf irgendeinem nennbaren Level. Oder kennen Sie auf Anhieb einen Kliniknamen, und wüssten, wofür diese Klinik steht – außer „Medizin“?
Krankenhäuser kämpfen also zu Recht mit dem Image großer, schwerfälliger Verwaltungsungetüme und fokussieren sich in ihrer Eigendarstellung häufig vornehmlich auf die medizinischen Top-Leistungen anstatt auf die alltäglichen Leistungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei sollte gerade die Leistung aller Mitarbeiter im Zentrum stehen, denn schließlich wirken sie alle am Gesamtprozess mit.
Das ist vor allem unter dem Kosten- und Leistungsdruck, unter dem Krankenhäuser wirtschaftlich und politisch stehen, wichtig. Die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken haben von Beginn an eine Arbeitgebermarke aufgebaut, bei der die Mitarbeiter im Vordergrund stehen. Denn das Personal macht die Marke – und am Ende den Unterschied, welche Krankenhäuser am Markt Bestand haben werden.
(Strategische) Unternehmenskommunikation heißt hier: Alles, was es an Kommunikationskanälen gibt plus Recruiting und Personalmarketing und Employer Branding. Denn nur wo die Ansätze aus einem Guss ineinander fließen und das System ganzheitlich gedacht wird, gibt es Aussicht auf Erfolg.
Das Ziel dieses Umdenkens und dieser Maßnahmen ist schnell definiert: Dem Fachkräftemangel und demografischen Wandel begegnen. Denn sie sind im Krankenhauswesen längst Alltag und kein Damoklesschwert. Bei Betroffenheit führt dies zu einer Unterbesetzung und damit im schlimmsten Fall einer schlechten Versorgung oder gar Unterversorgung der Patientinnen und Patienten. Dem gilt es vorzubeugen. Da die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken im Schwerpunkt Belegarztkliniken sind, liegt der Fokus der Personalrekrutierung auf sehr gut ausgebildeten, dreijährig examinierten Pflegekräften. Denn wo Belegärzte naturgemäß häufig weniger Präsenz am Patientenbett zeigen können als angestellte Ärzte, sind kompetente und qualifizierte Partner in ihrer Abwesenheit unverzichtbar.
Was für den Patienten von Vorteil ist, stellt die Rekrutierung vor eine noch größere Herausforderung. Denn wo es insgesamt schon schwierig ist, Mitarbeiter für die Pflege zu finden, wird die Personalgewinnung umso schwieriger, wenn der Anspruch wächst.
Hier kommen vor allem auch Social Media ins Spiel: Sie sind in Kliniken neben den oben erwähnten Kommunikationsschwachpunkten der wohl unterbemittelste Bereich. Wo andere sich sogar mit dem Anlegen und regelmäßigen Bespielen mit eigenem Social Media-Content schwer tun, haben wir uns gesagt: „Nutzen wir die strategische und strukturelle Schwäche der anderen und platzieren uns entsprechend vital – als Arbeitgeber genauso wie als Social Media-affine Kliniken“. Das haben wir getan: Mit Erfolg (und mit zwei Preisen, die wir gewonnen haben)! Denn über die Darstellung dort und die Verknüpfung mit den anderen Kommunikationsmaßnahmen haben wir es geschafft, Neueinstellungen zu generieren. Damit auch auf Dauer das Personal die Marke machen kann.

Best Case
Ort: Konferenzraum Datum: 21. Juni 2016 Zeit: 16:15 - 17:00 Martin Camphausen - Frankfurter Rotkreuz-Kliniken Martin Camphausen Dr. Marion Friers - Frankfurter Rotkreuz-Kliniken Dr. Marion Friers